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Asthma

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Asthma

Asthma ist eine Krankheit, die viele - oft auf junge - Menschen betrifft. Mit den richtigen Medikamenten ist Asthma heute gut behandelbar, so dass es keine Einschränkungen im täglichen Leben gibt.

Hinweis:
Diesen Text, der von der Apotheken- kooperation A-Plus erstellt wurde, können Sie auch gerne als Broschüre bei uns bekommen.
Nähere Informationen zu A-Plus finden Sie bei uns auf der Seite über A-Plus oder auf den Webseiten von A-Plus http://www.a-plus.info.

Asthma - eine entzündliche Erkrankung der Atemwege

Die meisten Menschen atmen völlig unbewusst. Für viele Asthmapatienten wird das Atemholen jedoch regelrecht zur Arbeit. Ihr einziger Wunsch ist es, ein ganz normales Leben ohne diese ständige Sorge um die Atmung zu führen. Geht es Ihnen auch so? Mit dieser kleinen Informationsbroschüre möchten wir Ihnen das Leben mit Asthma ein wenig erleichtern und eventuell auch ein paar neue Wege aufzeigen, damit Sie mit dieser Erkrankung besser leben können.

Asthma

Asthma ist eine entzündliche Erkrankung der Atemwege, die mit überwiegend anfallsartiger Atemnot einhergeht. Dabei kommt es zu einer Verkrampfung und Verengung der Bronchien.

Bronchitis

Im Vordergrund stehen Husten und Auswurf. Hervorgerufen wird die Bronchitis durch Infektionen oder durch Einatmen schädlicher Stoffe (Rauchen!).

Auslöser für Asthma

  • Abgase, Gas, Dämpfe, Pollen von Gräsern, Bäumen und Kräutern, Tierhaare und Schuppen (Katze, Hamster, Pferd)
  • Hausstaubmilben
  • Seelische Belastungen, Virusinfektionen, Schimmelpilzsporen, Berufsallergene: z.B. Mehl, Kleie
  • Körperliche Belastungen, Passives Rauchen

... hin und wieder: Konservierungsstoffe in Lebensmitteln, wie: Dessertcreme, Konserven, Trockenobst, Salatdressing

... selten: Nahrungsmittel wie z.B. Milchprodukte, Eier, Nüsse, Schokolade

.. nicht außer Acht lassen: Medikamente, wie: Beta-Blocker, Rheumamittel, Schmerzmittel

Asthma = Bronchienverkrampfung + Schleimhautverdickung + vermehrte Schleimbildung

Chronische Bronchitis = vermehrte Schleimbildung + beeinträchtigte Schleimentfernung aus den Bronchien

Achtung! Mischformen sind sehr häufig! Asthma ist keine seelische Erkrankung!!!

Wirksame Medikamente zur Asthma-Kontrolle

Anfallkontrolle: Rasch wirkende, krampflösende Medikamente. Es kommt zu einer Entspannung der verkrampften Muskulatur und somit zu einer Erweiterung der Bronchien.

Symptomkontrolle: Langanhaltende, krampflösende Medikamente. Das nächtliche Durchschlafen wird verbessert, die aktuellen Anfälle verringern sich, die Lebensqualität erhöht sich.

Entzündungskontrolle: Entzündungshemmende Mittel, Kortikoide. Sie vermindern die Überempfindlichkeit des Bronchialsystems, inhaliert nahezu ohne Nebenwirkungen.

Wichtige Regeln für Asthma-Patienten

  • Wenden Sie die Medikamente regelmäßig wie verordnet an. Es gibt kaum eine Erkrankung, bei der die regelmäßige und richtige Medikamentenanwendung so entscheidend ist - ganz besonders auch in Zeiten, in denen es Ihnen gut geht!
  • Wenn Sie unsicher bei der Anwendung Ihrer Medikamente sind, z.B. wann inhalieren, wie exakt oder welches Spray in der entsprechenden Situation gerade erforderlich ist - wir sind für Sie da, um Ihre Therapie mit Ihnen gemeinsam zu optimieren.
  • Lassen Sie sich von Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt genau darüber informieren, was Sie tun sollen, wenn es Ihnen einmal besonders schlecht geht! Stellen Sie für sich einen Asthma-Notfallplan auf. Notfallpässe liegen in ihrer A+Apotheke bereit.
  • Ziehen Sie sich nicht aus dem normalen Leben zurück - sondern beobachten Sie genau, unter welchen Umständen es Ihnen schlechter geht (Beispiele: kalte Nebeltage, verrauchte Lokale, Stress in allen Formen, schlechte Stadtluft, zu leicht genommene grippale Infekte).
  • Das Wichtigste: Sie müssen selbst wollen, dass es Ihnen besser geht! Auch wenn Ihnen das seltsam erscheinen mag - es ist die Grundvoraussetzung. Natürlich soll jeder, der krank ist, gesund werden. Aber dann muss man zumindest mit tiefer Überzeugung dahinter stehen. Deshalb: Hören Sie nie auf, mit wachen Sinnen nach dem zu suchen, was Ihnen helfen kann, gesünder zu werden.
  • Eine Untersuchung durch einen Lungenfacharzt in festen Abständen ist notwendig, um die Einstellung Ihrer Medikation regelmäßig zu überprüfen.

Richtig atmen

Neben der Stärkung der Atemmuskulatur lernen Sie durch regelmäßige Atemgymnastik, so ökonomisch wie möglich zu atmen, die vorhandenen Atemreserven optimal zu nutzen und das Abhusten zu erleichtern. Am Anfang sollten Sie die Übungen mit einem Physiotherapeuten trainieren. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber - er kann Ihnen entsprechende Übungsstunden verordnen. Die Übungsstunden sollten ebenso wie das Zähneputzen zu Ihrem täglichen Routineprogramm gehören, damit Ihre Atemmuskulatur gestärkt wird. Im Asthma-Anfall benötigen Sie diese Techniken, um die Luft trotz verengter Bronchien zu befördern. Übungsanleitungen erhalten Sie bei uns.

Richtig abhusten

  • Zur Verflüssigung des Schleimes reichlich Wasser trinken.
  • Nie mit Gewalt versuchen zu husten. Häufiges Husten reizt bestimmte Nerven an den Bronchien und kann zusätzlich Verkrampfung und Atemnot hervorrufen.
  • Stets in die vorgehaltene Hand husten - dadurch wird der Hustenstoß gebremst. Das Zusammenpressen der Bronchien wird verhindert.
  • Bemühen Sie sich, einige langsame und ruhige Atemzüge zu machen. Dabei durch die Nase einatmen und beim Ausatmen die Lippenbremse benutzen. So kann der Schleim in Richtung Rachen bewegt werden. Das Aushusten ist weniger anstrengend.
  • Legen Sie sich zum Abhusten auf die Seite und schieben Sie ein Kissen unter die Hüfte. So wird der festsitzende Bronchialschleim leichter zum Rachen hin befördert und kann abgehustet werden.
  • Setzen Sie sich auf einen niedrigen Hocker oder auf die Bettkante und beugen Sie sich mit ausgestreckten Armen über zwei Kissen, die auf den Oberschenkeln liegen. So wird das Abhusten erleichtert.
  • Schon weit im Vorfeld jede Erkrankung der Atemwege ernst nehmen und rechtzeitig zum Arzt gehen.
  • Damit Sie den Schleim in den Bronchien entsprechend in Gang bringen, halten wir ein umfangreiches Sortiment Schleimlöser für Sie bereit.

Richtig messen

Mit einem Peak-Flow-Meter können Sie Ihre persönliche Leistung beim Ausatmen messen. Der ermittelte maximale Ausatmungsstrom gibt Ihnen Rückschlüsse auf die Weite Ihrer Bronchien. Messen Sie regelmäßig dreimal am Tag. Die Werte tragen Sie dann in Ihr Asthma-Tagebuch ein. So lassen sich Asthma-Anfälle schon weit im Voraus erkennen und Sie können besser darauf reagieren. Viel zu wenige Asthmatiker nutzen bisher den Peak-Flow-Meter. Sie bekommen ihn, wie auch ein Asthma-Tagebuch, bei uns, und wir erklären Ihnen in Ruhe, wie richtig gemessen wird. Sprechen Sie uns an!

Richtig reagieren

Beachten Sie den mit Ihrem Arzt erarbeiteten Notfallplan. In Notsituationen begeben Sie sich umgehend in die Notfallposition: Beine auseinander stellen, locker nach vorn beugen und die Ellenbogen auf die Oberschenkel stützen (sog. Kutschersitz). Bei schwerer langanhaltender Atemnot sollten Sie sich an einen Tisch setzen und den Oberkörper auf zwei übereinander gelegten Kissen ruhen lassen. Ihr Physiotherapeut erklärt Ihnen sicher die für Sie optimale Stellung.


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