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Cholesterin

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Cholesterin

"Arterienverkalkung" - dieses Wort hat wahrscheinlich jeder schon einmal gehört. Aber was hat es damit auf sich? Und was hat das Cholesterin damit zu tun? Was ist überhaupt Cholesterin?

Hinweis:
Diesen Text, der von der Apotheken- kooperation A-Plus erstellt wurde, können Sie auch gerne als Broschüre bei uns bekommen.
Nähere Informationen zu A-Plus finden Sie bei uns auf der Seite über A-Plus oder auf den Webseiten von A-Plus http://www.a-plus.info.

Cholesterin - Gefahr für die Gefäße

Kennen Sie Ihre Cholesterinwerte? Die wenigsten Menschen können diese Frage mit „ja“ beantworten. Dabei warnen Gesundheitsexperten seit Jahren vor zu hohen Blutfetten und raten zu einer cholesterinarmen Ernährung.

Trotzdem wird diese wichtigste Ursache für eine „Verkalkung“ der Gefäße, auch Arteriosklerose genannt, noch immer unterschätzt. Vielleicht, weil ein erhöhter Cholesterinspiegel über Jahre unbemerkt bleibt und keinerlei Beschwerden verursacht. Die Folgen indes sind fatal: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzinfarkt und Schlaganfall sind in den Industriestaaten die Todesursache Nummer eins.

Grund genug also, Sie in dieser Broschüre ausführlich über die wichtigsten Ursachen für einen erhöhten Cholesterinspiegel sowie mögliche Folgeerkrankungen zu informieren.

Zudem geben wir Ihnen zahlreiche Tipps, wie Sie Ihre Blutfette - etwa durch eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten - rechtzeitig in den Griff bekommen können. Darüber hinaus gehende Fragen, etwa zu unterstützenden Arzneimitteln, beantwortet Ihr A-Plus-Apothekenteam Ihnen gern.

Arteriosklerose – die leise Gefahr

Arteriosklerose - ist im Grunde ein ganz natürlicher Prozess. Mit zunehmendem Alter werden die Innenwände der Gefäße unelastischer und härter. Stoffwechselendprodukte lagern sich ab und verengen sie, das Blut kann nicht mehr ungehindert fließen. Doch erst wenn es zum vollständigen Verschluss eines Gefäßes kommt - was keineswegs eintreten muss - drohen unter anderem ein Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Die fortschreitende Verkalkung ist allerdings nicht auf den Alterungsprozess allein zurück zu führen. Vielmehr können wir sie mit unserer Lebensweise maßgeblich hinauszögern, oder aber beschleunigen. Zu den wichtigsten Risikofaktoren zählt eine ungesunde, vor allem zu fettreiche Ernährung. Denn auch überschüssiges Cholesterin lagert sich an den Wänden der Blutgefäße ab. Es verursacht kleine Verletzungen, die vernarben und so wiederum anderen Substanzen die Anlagerung erleichtern - mit den genannten Folgen.

Weitere Risikofaktoren für Arteriosklerose

Neben dem Cholesterin sind vor allem folgende Faktoren für eine Verengung der Gefäße verantwortlich:

  • Bluthochdruck schädigt auf Dauer die Gefäße und ist der bedeutendste Risikofaktor für den Schlaganfall. Von einem zu hohen Blutdruck spricht man bei Werten über 160/90 mmHg.
  • Übergewicht ist der Risikofaktor Nummer eins für zu hohen Blutdruck. Bei einer Gewichtsabnahme von zehn Kilogramm kommt es zu einer Blutdrucksenkung von 20-30 mmHg.
  • Bewegungsmangel ist eine wichtige Ursache für Übergewicht. Andererseits senkt Bewegung das böse LDL-Cholesterin und erhöht das gute HDL-Cholesterin.
  • Rauchen verändert den Fettstoffwechsel. Das schützende HDL-Cholesterin sinkt, das LDL nimmt zu. Übrigens: Die meisten Raucher sterben nicht, wie man annehmen könnte, an Lungenkrebs, sondern an einem Herzinfarkt.
  • Erhöhte Blutzuckerwerte sind typisch für (schlecht eingestellte) Diabetiker. Sie schädigen direkt die Gefäße und beeinträchtigen den Fettstoffwechsel. Für Diabetiker sollte eine regelmäßige Kontrolle der Cholesterin-Werte daher selbstverständlich sein.
  • Psychischer Stress mobilisiert zunächst Energien. Doch das Überschreiten persönlicher Grenzen raubt uns die letzten Kräfte. Eine Folge davon sind psychosomatische Erkrankungen wie Magen-und Darmgeschwüre, Bluthochdruck oder Herzinfarkt.

Eine Sonderstellung haben folgende Faktoren, denn sie sind auch durch Verhaltensänderungen nicht zu beeinflussen:

  • Alter. Mit zunehmendem Alter werden die Gefäßwände unserer Arterien unelastischer, härter und weniger durchgängig.
  • Geschlecht. Im Alter zwischen 35 und 44 Jahren erleiden Männer zehnmal so häufig einen Herzinfarkt wie Frauen. Bei den Frauen dagegen wächst das Risiko für einen Herzinfarkt nach den Wechseljahren. Ursache dafür ist ein Absinken des Östrogenspiegels.
  • Familiengeschichte. Nicht nur eine falsche Ernährung provoziert einen erhöhten Cholesterinspiegel im Blut. Ein Überschuss kann auch durch eine ererbte Stoffwechselstörung bedingt sein.

Wie hoch dürfen die Cholesterinwerte liegen?

Schätzungsweise 75 Prozent der Deutschen haben einen Cholesterinspiegel, der oberhalb der empfohlenen Richtwerte liegt. Um Ihr persönliches Risiko für Arteriosklerose einschätzen zu können, sollten Sie daher regelmäßig zur Kontrolluntersuchung gehen. Abhängig von möglichen Vorerkrankungen und anderen Risikofaktoren gelten dabei jeweils andere Richtwerte (siehe Tabelle). Für einen ganz Gesunden gilt: Das Gesamtcholesterin im Blut sollte einen Wert von 250 mg/dl nicht überschreiten.

Zielwert in mg/dl für Menschen... Gesamtcholesterin LDL Verhältnis LDL:HDL
... ohne KHK und ohne andere Risikofaktoren < 250 < 160 < 4
... ohne KHK aber mit anderen Risikofaktoren < 200 < 130 < 3
... mit KHK < 190 < 115 < 2

Entscheidender als dieser Wert ist jedoch, in welcher Form das Cholesterin vorliegt. Denn je nachdem, in welcher Weise es mit bestimmten Eiweißen verbunden ist unterscheidet man das „gute“ HDL-Cholesterin und das „schlechte“ LDL-Cholesterin. Ersteres transportiert das Fett aus den Blutgefäßen in die Leber, wo es zu harmlosen Substanzen abgebaut wird - und schützt so vor Arteriosklerose. Die LDL-Form dagegen lagert sich an den Arterienwänden ab und steigert so die Gefahr.

So ernähren Sie sich Cholesterin bewusst

Die Deutsche Gesellschaft empfiehlt, nicht mehr als 300 mg Cholesterin täglich zu sich zu nehmen. Experten schätzen jedoch, dass wir im Durchschnitt etwa die doppelte Menge verzehren. Maßhalten ist also angesagt, wenn wir der schleichenden Verkalkung unserer Gefäße vorbeugen wollen:

  • Verzichten Sie auf sichtbare tierische Fette wie Butter und Schmalz. Die hierin enthaltenen gesättigten Fettsäuren erhöhen das „schlechte“ LDL-Cholesterin.
  • Meiden Sie cholesterinhaltige Lebensmittel wie Fleisch, Wurst, Butter, Käse, Leber, Ei, Innereien und Krustentiere.
  • Geben Sie pflanzlichen Ölen den Vorzug (ausgenommen sind Kokosfett und Palmöl). Sie enthalten wertvolle ungesättigte Fettsäuren, die das schlechte LDL senken. Besonders wertvoll sind Distelöl, Sonnenblumenöl, Maiskeimöl und Leinöl.
  • Ungesättigte Fettsäuren sind auch in Fisch enthalten. Mindestens zweimal in der Woche sollte daher (am besten) Meeresfisch, das Fleisch ersetzen. Auf panierte Fischstäbchen sollten Sie allerdings verzichten.
  • Meiden Sie versteckte Fette in Nüssen, Chips, Pommes frites, panierten Lebensmitteln, Schokolade, Eis sowie fettreichen Milchprodukten (Vollmilch, Kaffeesahne).
  • Bevorzugen Sie ballaststoffreiche Nahrungsmittel wie Obst, Gemüse und Vollkornprodukte. Sorgen Sie für eine tägliche Flüssigkeitszufuhr von mindestens zwei Litern, vorzugsweise in Form von Säften oder Wasser.
  • Bedenken Sie, dass eine übermäßige Kochsalzzufuhr die Entstehung des Bluthochdrucks begünstigt. Bevorzugen Sie daher auch natriumarme Mineralwasser.
  • Alkohol (besonders Eierlikör) sollten Sie nach Möglichkeit meiden.

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