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Depression

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Depression

Jeder Mensch hat irgendwann in seinem Leben einmal depressive Phasen. Wenn diese Phasen der Trauer jedoch ohne Grund nicht mehr von allein vergehen, sollte genauer hingeschaut werden.

Hinweis:
Diesen Text, der von der Apotheken- kooperation A-Plus erstellt wurde, können Sie auch gerne als Broschüre bei uns bekommen.
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Depression - Stimmungstief – Trauer – Depression

Im täglichen Sprachgebrauch werden gern die Begriffe Depression, depressiv und deprimiert benutzt, um damit ein Gefühl der Traurigkeit und Niedergeschlagenheit auszudrücken.

In der medizinischen Fachsprache versteht man unter Depression eine bestimmte Stimmungslage, in der diese Gefühle aber über ein „normales“ Stimmungstief weit hinausgehen, sowohl in Bezug auf die Intensität als auch auf die Dauer. Der Betroffene weiß oft nicht, warum er in diese Situation hineingerutscht ist.

Allein können Sie diese ernst zu nehmende Erkrankung nicht bewältigen. Sie brauchen unbedingt ärztliche Hilfe, genauso wie die Unterstützung Ihrer Freunde und Angehörigen.

Depressionen haben viele Gesichter

Zu den seelischen Krankheitszeichen gehören beispielsweise Niedergeschlagenheit, Lustlosigkeit, Gefühlsleere, eingeschränkte Denkfähigkeit, verstärktes Grübeln, Schuldgefühle, mangelndes Selbstvertrauen und Wahnideen. Sie können in einer Todessehnsucht gipfeln.
Zu den psychomotorischen Krankheitszeichen gehören vor allem Antriebsstörungen. Diese können sich einerseits in ausgeprägter Trägheit, in Müdigkeit und Schlappheit äußern. Andererseits kann auch das Gegenteil auftreten. Der Betroffene wird von innerer Unruhe und Getriebenheit gequält, die ihn ständig in Bewegung hält.
Auch der Körper kann Alarm schlagen. Die körperlichen Krankheitszeichen sind zwar leicht zu erkennen, führen aber bei der Erstellung der Diagnose eher in die Irre. Kopfschmerzen, Schlaf- und Appetitlosigkeit, Hitzewallungen, Magen-Darm- Beschwerden, Störungen im Sexualbereich können auf eine Depression hinweisen, aber ebenso Ausdruck einer anderen organischen Erkrankung sein.

Seele und Körper: gemeinsam krank

Die Symptome einer depressiven Erkrankung treten bei jedem Patienten unterschiedlich stark und lange auf. Je nachdem welche Krankheitszeichen im Vordergrund stehen, unterscheidet man zwischen verschiedenen Erscheinungsbildern:

  • gehemmt-apathisch: Der Betroffene ist ohne Initiative, er wirkt teilnahmslos bis hin zur Versteinerung.
  • unruhig-ängstlich: Der Betroffene leidet unter Angst, die ihn ruhelos werden lässt.
  • gehemmt-ängstlich: Der Betroffene wirkt nach außen schwach und gelähmt, nach innen ist er hochgradig nervös. Plötzlich kann er in einen heftigen Erregungszustand geraten, der in einer Selbsttötung gipfeln kann.
  • wahnhaft (psychotisch): Eine normal begründete menschliche Sorge kann jedes Maß verlieren und so zur Psychose (Realitätsverlust) werden. Am häufigsten zeigen sich übersteigerte Existenzangst, aber auch die Angst vor dem Sterben. Diese Todesangst steht im scheinbaren Widerspruch zur gleichzeitigen Selbstmordgefahr.
  • maskiert: Hier treten die körperlichen Symptome sehr in den Vordergrund, so daß die Depression als Ursache dafür oft nicht ausgemacht wird.

Behandlungsmöglichkeiten

In jedem Fall kann nur der Facharzt nach eingehenden Untersuchungen entscheiden, ob eine psychotherapeutische oder medikamentöse Therapie notwendig ist.

Die Psychotherapie erfordert viel Zeit und Geduld. Als schnelle Hilfe ist sie nicht geeignet, doch ist sie als wesentliche Stütze der medikamentösen Therapie nicht wegzudenken. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten unter bestimmten Voraussetzungen. Der Facharzt für Neurologie und Psychiatrie oder der Psychotherapeut kann einen Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenkasse stellen.

Aus dem Pflanzenreich können wir das Johanniskraut nutzen. Es wird als Tee und der Extrakt in Form von Dragees und Kapseln angeboten. Bei der großen Auswahl an Fertig-Arzneimitteln ist es wichtig, das Präparat mit der für Sie geeigneten Dosierung herauszufinden. Diese Produkte unterliegen nicht der Verschreibungspflicht. Beachten Sie deshalb besonders sorgsam die Informationen des Beipackzettels.

Seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts stehen uns die Antidepressiva zur Therapie zur Verfügung. Diese Medikamentengruppe wurde seitdem immer weiter entwickelt und verbessert, so dass Sie heute einer Antidepressiva-Therapie sehr offen gegenüber stehen sollten. Antidepressiva beeinflussen ganz gezielt die depressiven Symptome ohne das Bewusstsein oder den Verstand zu beeinträchtigen. Sie können die Stimmung innerhalb weniger Wochen wieder heben und die Angst lösen. Auch machen sie nicht abhängig. Zu Beginn der Therapie können Nebenwirkungen auftreten, die aber im Laufe der Behandlung verschwinden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über diese Probleme, brechen Sie die Therapie deshalb bitte niemals eigenständig ab. Mögliche Nebenwirkungen, die Sie in Kauf nehmen sollten sind z.B. Veränderungen des Blutdrucks, des Speichelflusses, des Stuhlgangs, des Wasserlassens, des Gewichtes und des Sexualverhaltens. In der Anfangsphase der Behandlung sollten Sie auf das Autofahren verzichten, wenn Sie unter verstärkter Müdigkeit leiden.

Die Antidepressiva werden je nach Krankheitsverlauf in unterschiedlichen Mengen gegeben. Beachten Sie unbedingt die Einnahmehinweise Ihres Arztes. Damit Sie optimal eingestellt werden, sollten Sie in den ersten 6 bis 8 Wochen ein- bis zweimal wöchentlich Ihren Arzt aufsuchen. Die Therapie dauert in der Regel mindestens ein Jahr.

Nehmen Sie ohne Absprache mit Ihrem Arzt bitte keine Beruhigungs- und Schlafmittel.

Wie können Sie sich selbst helfen?

Versuchen Sie,

  1. ... sich nicht zu Hause einzuigeln. Halten Sie Kontakt zu den Menschen, die Ihnen wichtig sind.
  2. ... so gut es geht aktiv zu sein. Auch kleine Unternehmungen helfen Ihnen, sich weniger passiv zu fühlen.
  3. ... kreativ zu sein. Schreiben Sie in Ihrem Tagebuch über Ihre Sorgen. Lenken Sie sich durch Basteln oder Malen ab.
  4. ... sich nicht zum Schlafen zu zwingen. Liegen Sie nachts nicht wach im Bett und grübeln. Lesen Sie lieber oder hören Musik oder ein Hörbuch.
  5. ... sich zu entspannen. Atemübungen, Yoga und autogenes Training können helfen, stressbedingten Depressionen vorzubeugen.
  6. ... sich gesund zu ernähren. Bevorzugen Sie trotz des Appetitmangels frisches Obst und Gemüse, um einem Vitaminmangel vorzubeugen.
  7. ... daran zu denken, dass Sie mit Ihren Depressionen nicht allein sind und schon viele Menschen sie überstanden haben.
  8. ... an Dinge zu denken, die Sie früher gern gemacht haben. Sie haben sich früher über diese Erlebnisse gefreut und werden es auch in Zukunft wieder tun können.

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