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Hämorrhoiden

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Hämorrhoiden

Viele Menschen sind betroffen, kaum einer redet darüber: Hämorrhoiden. Was genau Hämorrhoiden sind und was man tun kann, lesen Sie in diesem Artikel.

Hinweis:
Diesen Text, der von der Apotheken- kooperation A-Plus erstellt wurde, können Sie auch gerne als Broschüre bei uns bekommen.
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Hämorrhoidalleiden - für viele immer noch ein Tabuthema

Die Analregion ist für viele immer noch ein Tabugebiet. Man geniert sich, spricht nicht gern darüber. Doch Schamgefühl ist hier fehl am Platz, denn Ihr Arzt und auch Ihr Apotheker kennen diese Probleme. Für sie ist die Region um den After mit seinen Problemen medizinischer Alltag.

Deshalb: Überwinden Sie Ihr anerzogenes Schamgefühl und lassen Sie sich beraten: Sowohl Arzt als auch Apotheker werden diskret und vertrauensvoll mit Ihnen sprechen und Ihnen wirksame Hilfen vorschlagen.

Was sind Hämorrhoiden?

Hämorrhoiden sind für viele Menschen eine Plage. Dabei wird jeder Mensch mit Hämorrhoiden geboren. Und das ist auch gut so. Ohne Hämorrhoiden wären wir unfähig, den Stuhl und die Winde zurückzuhalten. Hämorrhoiden sind Schwellkörper, die in den Analkanal eingebaut sind, ungefähr zwei Zentimeter oberhalb der Schließmuskeln. Zusammen mit diesen dichten sie den Darm ab. Das Hämorrhoidalleiden entsteht durch Vergrößerung der angeborenen Hämorrhoiden.

Wie entstehen Hämorrhoidalleiden?

Bei normalem Stuhlgang kommt der Stuhl aus dem Mastdarm. Die Schwellkörper werden dabei seitwärts verdrängt. Sie werden durch kleine Sehnen, die mit dem Darmmuskel verwachsen sind, an ihrem Platz festgehalten. Wenn diese Sehnen ausgeleiert sind, entsteht ein Hämorrhoidalleiden. Folgendes geschieht dann: Der von oben ankommende Stuhl presst die Hämorrhoiden nicht mehr an die Seite, sondern nach unten, im ungünstigsten Fall aus dem After heraus. Die Hämorrhoiden können dabei auch einreißen und bluten. Dieser Zustand kann durch Entzündungen im Analkanal entstehen oder durch die schlechte Angewohnheit, beim Stuhlgang zu drücken und zu pressen.

Welche Beschwerden werden durch Hämorrhoidalleiden verursacht?

Die häufigste Beunruhigung geht von dem typisch hellroten Blutverlust während des Stuhlganges aus.
Die Hämorrhoidalleiden gehen oftmals mit einem starken Juckreiz im Bereich des Afters einher. Das Jucken entsteht durch den Blutstau in den Schwellkörpern. Diese Stauungen sind vergleichbar mit den Krampfadern an den Beinen. Oberflächliche Hauteinrisse und dadurch verursachtes Brennen werden beschrieben. Das Stuhlbedürfnis, ohne Stuhlgang zu haben, wird blinder Drang bezeichnet. Dieses Gefühl ist einfach erklärbar. Die mit Blut aufgestauten Schwellkörper füllen den Darm völlig aus.

Die Therapie von Hämorrhoidalleiden

Mit der Behandlung der Hämorrhoiden will man die Schwellkörper auf ihre Normalgröße reduzieren.

Als ältestes Verfahren steht uns das Veröden (Sklerosieren) zur Verfügung. Der Arzt spritzt in die Schleimhaut des Darmes ein Verödungsmittel, das eine Entzündung provoziert. Dadurch entsteht eine Narbe in der Darmmuskulatur. Automatisch ist das Blutangebot vermindert, die Schwellkörper werden kleiner.
Um den lästigen Juckreiz und das durch die Entzündung ausgelöste Brennen und Nässen in den Griff zu bekommen, stehen Ihnen in der Apotheke Salben und Zäpfchen mit entsprechend wirksamen Arzneistoffen zur Verfügung. Die darin enthaltenen Arzneistoffe fördern die Wundheilung.
Sind die Hämorrhoiden besonders ausgeprägt, hilft auch ein chirurgischer Eingriff.

Was Sie sonst noch tun können

  1. Achten Sie auf einen regelmäßigen Stuhlgang.
  2. Gehen Sie beim ersten Stuhldrang zur Toilette. Je länger Sie den Toilettengang herauszögern, umso mehr verfestigt sich der Stuhlgang. Sie müssen dann unnötig pressen.
  3. .Achten Sie auf ballaststoffreiche Nahrung (Vollkornbrot, Gemüse, Obst) und trinken Sie viel. So beugen Sie einer unnötigen Verstopfung vor. Auch Sauerkraut, saure Gurken, Pflaumensaft sind alte Hausmittel, um den Stuhl in seiner Konsistenz weich zu machen.
  4. Bewegen Sie sich ausreichend. Bewegung bringt Ihren Darm in Schwung.
  5. Zur Pflege sollten Sie weiches Toilettenpapier einsetzen. Zusätzlich eignen sich feuchte und parfümfreie Pflegetücher, die Sie in der Apotheke kaufen können, für die schonende und gründliche Reinigung.
  6. Nach der Reinigung vorsichtig mit einem weichen Handtuch trocken tupfen oder die Haut gut an der Luft trocknen lassen. Eventuell kann ein Föhn helfen, wobei Sie natürlich das Verbrennungsrisiko im Auge behalten müssen.
  7. Sitzbäder mit heilenden Zusätzen wie Eichenrinde, Kamillenblüten oder Hamamelis beschleunigen den Heilungsprozess der verletzten Haut.

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