Inhaber Jürgen Zörner e.K., Breloher Str. 49, 29633 Munster, Tel. 05192/2521, Fax 05192/3445, info@sonnen-apotheke-munster.de
Sonnen-Apotheke Munster Layout-Element
Sonnen-Apotheke Munster Layout-Element
Sonnen-Apotheke Munster Apotheken-A Apotheke A-Plus

Osteoporose

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. PDFDruckenE-Mail

Osteoporose

Unsere Knochen halten ganz schön was aus: Laufen, Springen, sogar Fallen. Manchmal jedoch schwindet die Stabilität der Knochen, z.b. bei der Osteoporose. Was Sie dagegen tun können lesen Sie in diesem Artikel.

Hinweis:
Diesen Text, der von der Apotheken- kooperation A-Plus erstellt wurde, können Sie auch gerne als Broschüre bei uns bekommen.
Nähere Informationen zu A-Plus finden Sie bei uns auf der Seite über A-Plus oder auf den Webseiten von A-Plus http://www.a-plus.info.

 Osteoporose - Knochenschwund muss kein Schicksal sein

Allein in Deutschland leiden rund sechs Millionen Menschen an Osteoporose. Etwa 85 Prozent davon sind Frauen. Bei den meisten von ihnen setzt der Verlust an Knochensubstanz - und zwar über das natürliche Maß hinaus - mit Beginn der Wechseljahre ein. Die Folge: Das gesamte Skelett ist zunehmend weniger belastbar. Entsprechend häufiger kommt es zu Brüchen, Knochen- und Rückenschmerzen oder dem so genannten Witwenbuckel.

Allerdings ist Osteoporose keine unabwendbare Alterserscheinung. Mit einer gesunden Ernährung, dem richtigen Maß an Bewegung sowie einer gezielten Behandlung mit Medikamenten lässt sich der Abbauprozess entscheidend verlangsamen. Je früher Sie damit beginnen, desto besser.

Diese Broschüre soll Ihnen die wichtigsten Fragen zu dieser weit verbreiteten Erkrankung, ihrer Vorbeugung, aber auch der Behandlung beantworten. Gern berät Sie Ihr A+Apotheken-Team noch darüber hinaus.

Was ist eigentlich Osteoporose und wie macht sie sich bemerkbar?

Unsere Knochen sind lebendige Strukturen. Sie bestehen aus einer Grundsubstanz mit darin eingebetteten Mineralstoffen, die dem Knochen seine Festigkeit verleihen. Ein unentbehrlicher Baustein ist zum Beispiel das Calcium. Weiterhin gehören Zellen dazu, die Knochenmasse aufbauen, und solche, die für den Abbau verantwortlich sind - auf diese Weise erfolgt eine stetige Erneuerung. In den ersten 25 bis 30 Lebensjahren dominiert der Aufbau, dann kehrt sich der Prozess allmählich um. Wenn der Abbau das für ein bestimmtes Alter typische Maß überschreitet spricht man von Knochenschwund oder Osteoporose.

Die Folgen sind lange Zeit kaum spürbar. Die ersten flüchtigen Schmerzen treten beim Wechsel von Ruhe zu Bewegung auf, später auch bei längerem Sitzen, Stehen und Liegen. Die Schmerzen sind in erster Linie Folge der zunehmenden Verformung der Wirbelsäule. Im Zweifelsfall kann eine Knochendichtemessung beim Arzt klären, ob eine Osteoporose hinter den Beschwerden steckt.

Akute Schmerzen im fortgeschrittenen Stadium sind oft ein Zeichen so genannter Spontan-Frakturen. Diese Brüche betreffen sehr häufig die untere Brustwirbelsäule. Anlässe sind oft Kleinigkeiten wie Stolpern oder das Verfehlen einer Treppenstufe.

Warum sind Frauen häufiger betroffen als Männer?

Der Knochenstoffwechsel wird über mehrere Hormone gesteuert, die in der Schilddrüse und den Nieren gebildet werden. Die Geschlechtshormone Östrogen und Testosteron sorgen für die Feinabstimmung. Das Zusammenspiel aller Hormone sichert eine ausreichende Menge an Calcium im Blut und in den Knochen (hier werden rund 99 Prozent des Körpercalciums gespeichert). Bei Frauen ist die Gesamtmasse geringer als bei Männern. Sie haben also weniger Reserven wenn der natürliche, altersbedingte Abbau einsetzt. Zudem kommt es bei ihnen während der Wechseljahre, bedingt durch den Rückgang der Östrogenproduktion, zu einer Beschleunigung des Knochenabbaus. Deshalb ist etwa jede dritte Frau nach den Wechseljahren von Osteoporose betroffen. Besonders gefährdet: Frauen mit (extrem) schlankem Körperbau. Da sich Östrogen bevorzugt im Fettgewebe anreichert, können sie nach den Wechseljahren auf entsprechend wenig Vorräte zurückgreifen. Außerdem riskieren gerade junge Frauen im "Diätwahn" eine Unterversorgung mit Calcium und erhöhen auch dadurch ihr Osteoporoserisiko in späteren Jahren.

Welche Risikofaktoren begünstigen Osteoporose?

Da nur etwa ein Drittel aller Frauen nach der Menopause unter Knochenschwund leidet, muss es - neben dem altersbedingten Hormonmangel - noch andere Ursachen für die Krankheit geben. Dazu gehören:

  • das Entfernen der Gebärmutter und der Eierstöcken bereits in jungen Jahren,
  • eine Überfunktion der Schilddrüse,
  • Kinderlosigkeit (bei Schwangeren führt nämlich der erhöhte Hormonspiegel zu einer besseren Calcium-Verwertung),
  • eine familiäre Vorbelastung,
  • Phasen des Ausbleibens der Regel (bei Leistungssportlern, Magersüchtigen),
  • das frühe Einsetzen der ersten Regelblutung (vor dem 14. Lebensjahr),
  • starkes Rauchen sowie ein hoher Kaffee- und Alkoholkonsum (verringern die Calcium-Aufnahme aus der Nahrung),
  • wenig körperliche Bewegung,
  • die langfristige Einnahme von Cortison (etwa bei Asthmatikern oder Rheumapatienten),
  • ein übermäßiger Gebrauch von Abführmitteln.

Empfehlungen für eine optimale Calciumzufuhr

Der Bedarf an Calcium verändert sich im Laufe des Lebens. Die folgenden Richtwerte (Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.) sollen Ihnen eine Orientierung geben (Angaben in mg pro Tag):

  • Säuglinge bis 4 Monate: 220 mg; bis 1 Jahr: 400 mg
  • Kinder bis 4 Jahre: 600 mg; bis 7 Jahre: 700 mg; bis 10 Jahre: 900 mg; bis 13 Jahre: 1100 mg; bis 15 Jahre: 1200 mg
  • Jugendliche und junge Erwachsene bis 19 Jahre: 1200 mg; bis 25 Jahre: 100 mg
  • Erwachsene 25 Jahre und älter: 1000 mg;
  • Schwangere und Stillende: 1000 mg

So beugen Sie Osteoporose gezielt vor

Je mehr Knochensubstanz wir in jungen Jahren aufbauen, desto länger können wir im Alter davon zehren. So legen Sie eine solide Basis:

  • Besonders zu empfehlen sind Milch und Milchprodukte. Sie enthalten neben reichlich Calcium auch Vitamin D und Milchzucker. Beides fördert die Aufnahme von Calcium ins Blut. Übrigens: Ein Liter Milch deckt in etwa den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Calcium.
  • Setzen Sie häufiger calciumreiches Gemüse auf Ihren Speiseplan, etwa Grünkohl, Broccoli, Kohlrabi, Fenchel, Porree und Schwarzwurzeln, außerdem Nüsse und Mandeln. Und meiden Sie nach Möglichkeit Calciumräuber wie Spargel, rote Bete, Mangold und Rhabarber. Spinat ist zwar reich an Calcium, er enthält aber Oxalsäure, die das Mineral bindet und damit für den Körper nicht verfügbar macht.
  • Vitamin D fördert die Aufnahme von Calcium in die Knochen. Es ist reichlich enthalten in fetthaltigem Seefisch z.B. Makrele, Milch, Eiern, Käse, Butter und Lebertran.
  • Mineralwasser können einen wichtigen Beitrag zur Calciumversorgung leisten. Achten sie deshalb auf das Etikett. Wasser ab einem Calciumgehalt von 150 mg/l sind empfehlenswert.
  • Würzen Sie häufiger mal mit frischen Kräutern - sie enthalten viel Calcium.
  • Vollkornprodukte enthalten mehr Calcium als solche aus Weißmehl.
  • Meiden Sie Calciumräuber wie Schokolade und Kakao.
  • Essen Sie nicht jeden Tag Fleisch. Es ist nicht nur ein schlechter Calciumlieferant. Fleisch enthält auch viel Eiweiß und Phosphate, die die Verfügbarkeit des Mineralstoffs herabsetzen.
  • Meiden Sie phosphathaltige Lebensmittel wie Coca Cola, Wurst, Schmelzkäse, Hefe und Bier.
  • Bewegen Sie sich viel im Freien. Sonne regt den Körper zur Produktion von Vitamin D an. Das ist für die Einlagerung von Calcium in die Knochen unentbehrlich.
  • Körperliches Training regt die Knochenneubildung an. Mangelnde Bewegung dagegen führt zum Verlust von Knochenmasse.

Bitte achten Sie stets auf eine ausgewogene Ernährung. Die sollte reich an Ballaststoffen sein, also viel frisches Obst, Gemüse sowie Vollkornprodukte enthalten.

Eher meiden sollten Sie tierische Fette, etwa aus Fleisch, Wurst und Käse, außerdem süße Speisen und Getränke, Kaffee und Alkohol. Die tägliche Trinkmenge sollte etwa 2 Liter betragen, ideal sind Mineralwasser, Frucht- und Gemüsesäfte sowie Kräutertees.

Wie wird eine bestehende Osteoporose behandelt?

Jede Therapie hat zum Ziel, das Auftreten von Spätfolgen zu verhindern und die Beschwerden zu lindern. Vier Säulen tragen im allgemeinen die Behandlung:

  1. Die gezielte Zufuhr von Calcium, Vitamin D und Fluoriden. All diese Substanzen fördern den Knochenaufbau. Zu der empfohlenen täglichen Dosis fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Ihr A+Apotheken-Team.
  2. Die Einnahme von Präparaten, die den Knochenabbau hemmen. Dazu gehört Östrogen, dass auch andere mit den Wechseljahren verbundene Beschwerden lindert. Zudem werden seit einigen Jahren so genannte Biphosphonate eingesetzt. Diese Substanzen lagern sich in den Knochen ein und bremsen ebenfalls deren Abbau.
  3. Physikalische Maßnahmen wie Krankengymnastik, Fangopackungen und Massagen.
  4. Arzneimittel wie Paracetamol oder Acetylsalicylsäure, wenn die Osteoporose mit stärkeren Schmerzen einhergeht.

Copyright © 2005 A-plus Service GmbH, Deutschland - alle Rechte vorbehalten - www.a-plus.info