Reife Haut

Falten, Flecken, Feuchtigkeitsverlust - na und? Reife Haut ist nichts, vor dem man Angst haben muss!
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Reife Haut - als Zeuge eines gelebten Lebens
Tiefe Falten haben sich in die einst glatte Haut gegraben, Wind und Wetter haben sie gegerbt. Keine Frage: Vielen von uns gilt die reife Haut als Zeuge eines gelebten Lebens. So natürlich und letztlich unaufhaltsam ihr Alterungsprozess aber auch voranschreitet, wir tun gut daran, sie sorgsam zu pflegen. Denn bereits ab dem 30. Lebensjahr beginnt unsere Haut spür- und sichtbar zu altern. Sie trocknet zunehmend aus, wird spröde und rissiger, und damit allgemein empfindlicher. Damit Sie sich in Ihrer Haut ein Leben lang wohlfühlen, haben wir in dieser Broschüre eine Reihe nützlicher Tipps zusammengetragen. Gern berät Sie Ihr A+Apotheken-Team aber noch darüber hinaus.
Merkmale der reifen Haut
Eines ist gewiss: Mit dem Alter kommen die Falten. Doch das ist nicht alles. Neben einer nachlassenden Spannkraft weist die reife Haut weitere charakteristische Merkmale auf:
- Trockenheit und damit verbundener Juckreiz.
- Unregelmäßige Pigmentierungen ("Altersflecken").
- Sie ist dünn, schuppig und schlaff (Beispiel "Schlupflider").
- Brüchige Blutgefäße scheinen durch die dünne Haut. Geweitete Blutgefäße zeichnen sich als blau-violette Linien ab.
- Eine ungleichmäßige, schlechte Durchblutung spiegelt sich in einem fahlen Aussehen wider.
- Die Verletzungsgefahr ist groß und die Wundheilung verzögert.
- Gegenüber chemischen und physikalischen Einflüssen (wie Reinigungsmittel beziehungsweise die UV-Strahlen der Sonne) ist sie sehr empfindlich.
Was lässt die Haut altern?
Der Alterungsprozess unserer Haut schreitet - abhängig von ihrer Beanspruchung, ihrer Pflege, und nicht zuletzt unserer erblichen Veranlagung - unterschiedlich schnell voran. Mit den Jahren "nagen" außerdem noch diese Faktoren an unserem Teint:
- Der Stoffwechsel in den Zellen verlangsamt sich. In der Folge wird immer weniger Kollagen und Elastin produziert, die Elastizität der Haut nimmt ab. Aus diesen in ihrer Funktion beeinträchtigten Zellen werden zudem Pigmente nur langsam abtransportiert, deshalb bilden sich Altersflecken.
- Feuchtigkeit bindende Substanzen (zum Beispiel Harnstoff) werden nicht mehr in ausreichendem Maße gebildet. So wird das Gewebe schlaffer und es kommt zur Faltenbildung.
- Schweiß- und Talgdrüsen produzieren immer weniger Sekret. Damit fehlt ein weiterer natürlicher Feuchthaltefaktor der Haut, der zudem für den Aufbau des schützenden Hydrolipid-Films (er besteht neben dem Sekret aus Wasser, Schweiß und Hornzellprodukten) unerlässlich ist. Die Schutzfunktion der Haut wird dadurch geschwächt.
- Besonders schädlich ist das Rauchen. Spätestens nach 15 bis 20 Jahren sind massive Veränderungen zu beobachten. Aufgrund der schlechten Durchblutung erscheint die Haut gelblich und fahl.
Einer frühzeitigen Hautalterung vorbeugen
Es ist durchaus möglich, den Alterungsprozess der Haut zu verlangsamen. Allerdings sollten Sie dabei nicht allein auf kosmetische Pflegeprodukte vertrauen. Nehmen Sie sich darüber hinaus folgende Verhaltensregeln zu Herzen:
- Schlafen Sie in ausreichendem Maße, ideal sind sieben bis acht Stunden pro Nacht.
- Trinken Sie mindestens zwei Liter am Tag (geeignet sind Wasser, Früchtetees, Frucht- und Gemüsesäfte), um die Hautzellen mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen. Prall gefüllte Zellen spannen die Haut.
- Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung. Die Vitamine und Nährstoffe kommen schließlich allen Körperzellen zugute ? Ihre Haut wird vitaler aussehen.
- Bewegen Sie sich regelmäßig, um die Durchblutung anzuregen und sich gleichzeitig bei körperlichen Aktivitäten zu entspannen.
- Meiden Sie trockene Heizungsluft und klimatisierte Räume. Geht das nicht, sorgen Sie mit Luftbefeuchtern, Pflanzen und vor allem durch regelmäßiges Lüften für ein gesundes Raumklima.
Reinigung der reifen Haut
Mit zunehmendem Alter wird die Haut empfindlicher. Bei der Reinigung besteht daher die Gefahr, dass die Haut zu stark entfettet wird und die Feuchtigkeitsfaktoren verloren gehen (dies macht sich durch ein Spannungsgefühl bemerkbar). Bitte denken Sie also daran:
- Weder herkömmliche Seifen noch moderne Syndets allein sind für die Reinigung geeignet. Seifen zerstören den Säureschutzmantel der Haut, sie wird rauh und spröde. Auch nach der Anwendung von hautneutralen Syndets dauert es etwa zwei Stunden, bis der schützende Hydrolipid-Film wieder aufgebaut ist. Bevorzugen Sie Syndets, denen Rückfetter zugesetzt sind. Noch besser geeignet ist Reinigungsmilch, die ausreichend Rückfetter und Feuchtigkeitsfaktoren enthält.
- Zum Baden verwenden sie am besten Ölbäder, die nach dem Bad einen dünnen Film auf der Hautoberfläche hinterlassen und so ihre Schutzwirkung entfalten. Kräftiges Abtrocknen ist in diesem Fall zu vermeiden. Baden Sie im Übrigen nicht häufiger als einmal in der Woche. Und nicht zu heiß, sonst wird der Schutzfilm der Haut zerstört.
Die optimale Pflege
Tagsüber sollen Pflegepräparate die Haut vor Umwelteinflüssen schützen. Nachts dagegen sollen sie die Regeneration fördern. Zur Pflege der Altershaut sind grundsätzlich Cremes zu bevorzugen. Für die Nacht eignen sich so genannte W/O-Cremes (das Kürzel steht für Wasser in Öl). Sie enthalten mindestens 60 Prozent Fett und hinterlassen einen leichten Fettfilm auf der Haut. So verliert diese über Nacht nicht zuviel Feuchtigkeit. Zur Pflege am Tage sind eher O/W-Cremes (Öl in Wasser) zu empfehlen. Sie enthalten mehr Wasser als Fett und lassen sich daher leichter verteilen. Sie ziehen schneller ein und hinterlassen keinen störenden Fettfilm auf der Haut.
Besondere Pflegemaßnahmen:
- Falten um die Augen werden mit speziellen Augencremes behandelt. Gewöhnliche Pflegeprodukte eignen sich meist nicht, weil ihre Fette bis in die Augen "kriechen" und diese reizen können. Wenn Sie etwa nach Anwendung einer fetthaltigen Nachtcreme am nächsten Morgen gerötete Augen und geschwollene Lider haben, ist dies in der Regel nicht auf eine Allergie, sondern auf das beschriebene Phänomen zurückzuführen.
- Crememasken sorgen für mehr Feuchtigkeit in der oberen Hautschicht, Sie sehen stundenlang glatter aus. Gönnen Sie sich einmal in der Woche so eine Maske. Dazu können Sie Ihre Nachtcreme messerrückendick auf Gesicht und Dekollete auftragen, ein feuchtwarmes Handtuch auflegen und sanft andrücken. Zum Abschluss legen Sie eine kalte Kompresse auf um die Poren wieder zu verschließen und tupfen dann mit einem weichen Handtuch trocken.
- Ampullenpräparate sind ebenso geeignet wie Cremes, sie enthalten hautpflegende Stoffe sogar in noch höherer Konzentration. Von erstarrenden Masken dagegen ist abzuraten. Sie können die Haut reizen und austrocknen.
- Altersflecken werden bisweilen mit abenteuerlichen Wirkstoffen behandelt. Ein zuverlässiges Mittel gibt es aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht. Erfolgversprechend erscheint allerdings die Lasertherapie. Bitte informieren Sie sich darüber bei Ihrem Hautarzt.
- Tägliches Trockenbürsten regt die Durchblutung an und stimuliert die Bildung von natürlichen Feuchtigkeitsfaktoren und Fett. Auch ein monatliches Körperpeeling zur gründlichen Hautreinigung ist zu empfehlen.
Sonnenschutz
Keine Frage: Die Sonne ist ein wahres Lebenselixier. Doch so sehr wir sie auch genießen, ihre UV-Strahlen können unsere Haut empfindlich schädigen. So trocknet ein zuviel an Sonne gerade die reife Haut zunehmend aus - es bilden sich verstärkt Altersflecken und Falten. So schützen Sie sich vor der Schattenseite der Sonne:
- Verwenden Sie auch im Winter eine Tagescreme mit Lichtschutzfaktor, um einer lichtbedingten Hautalterung vorzubeugen. Die Creme sollte sowohl UVA- als auch UVB-Filter enthalten, denn beide Strahlungsarten beschleunigen diesen Prozess.
- Vor dem Sonnenbad sollten besonders fettreiche Sonnenschutzcremes aufgetragen werden (Gels enthalten zu wenig oder gar kein Fett, Sonnenschutzöle haben meist einen zu geringen Lichtschutzfaktor).
- Verwenden Sie in der Sonne einen Lippenpflegestift mit UV-Filtern.
- Pflegen Sie Ihre Haut nach dem Sonnenbad mit besonders reichhaltigen Produkten.
- Zu guterletzt: Der beste Schutz ist, sich der direkten Sonneneinstrahlung (weitgehend) zu entziehen.
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