Reiseapotheke

Sommer, Sonne, Sonnenschein - alle sind im Urlaub in bester Laune. Damit das auch bei kleinen Wehwehchen so bleibt, sollte man die richtigen Dinge im Gepäck haben!
Hinweis:
Diesen Text, der von der Apotheken- kooperation A-Plus erstellt wurde, können Sie auch gerne als Broschüre bei uns bekommen.
Nähere Informationen zu A-Plus finden Sie bei uns auf der Seite über A-Plus oder auf den Webseiten von A-Plus http://www.a-plus.info.
Reiseapotheke - die Apotheke im Gepäck: Damit der Traumurlaub kein Albtraum wird
Die Urlaubszeit ist die schönste Zeit des Jahres. Sie sollte es jedenfalls sein, doch für viele Reisende endet sie beim Arzt oder sogar im Krankenhaus. Grund dafür sind Sorglosigkeit und mangelnde Vorbereitung. Die Zusammenstellung der Reiseapotheke ist von vielen individuellen Faktoren abhängig. Lassen Sie sich deshalb in Ihrer A-plus Apotheke detailliert beraten. An folgende Punkte sollten Sie besonders denken.
Ist mein Impfschutz vollständig?
Diesen Aspekt sollten Sie nicht erst unmittelbar vor Reiseantritt in Betracht ziehen. Zwischen einzelnen Impfungen sind Zeitabstände einzuhalten. Oftmals sind mehrere Impfungen notwendig, um den vollen Gesundheitsschutz zu erreichen.
Welche Medikamente muss ich dauerhaft einnehmen?
Sprechen Sie die Reise immer mit Ihrem behandelnden Arzt ab, um sich eine ausreichende Menge an Arzneimitteln verordnen zu lassen. Transportieren Sie diese wichtigen Medikamente immer im Handgepäck! Bei sehr stark wirksamen Schmerzmitteln, die dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen, ist ein ärztliches Attest gegebenenfalls in englischer Sprache notwendig, um Probleme bei der Einreise in fremde Länder zu vermeiden. Bei Interkontinentalflügen kommt es zu erheblichen Zeitverschiebungen. Informieren Sie sich in der Apotheke genau, wie der Einnahmerhythmus für Ihre Medikamente erfolgen muss in Abhängigkeit davon, ob Sie nach Westen oder Osten fliegen.
Welche Medikamente gehören je nach Reiseziel in mein Gepäck?
Kleine Pannenhelfer
- Pflaster und Verbandsmaterial wie Mullbinden und elastische Binden
- Schere und Pinzette
- Wunddesinfektionsmittel
- Einmalhandschuhe
- Salbe zur Förderung der Wundheilung
- Kalt-Warm-Kompressen
- Salbe zur Behandlung von Sportverletzungen
Vorbeugung ist Hauptsache
- Sonnenschutzpräparate
- Antiallergika
- Insektenschutzmittel
- Creme gegen Lippen-Herpes
- Creme gegen Fuß- oder Vaginalpilz
- Augentropfen gegen Bindehautentzündung
- Hand- bzw. Oberflächendesinfektionsmittel für Toiletten
- Tabletten zur Trinkwasserentkeimung
- Mittel gegen Kreislaufbeschwerden
Schachmatt der Erkältung
- Fieber- und Schmerzmittel
- Fieberthermometer
- Schnupfenspray
- Schleimlösenden Hustensaft für den Tag
- Hustenreizstiller für die Nacht
- Lutschtabletten gegen Halsschmerzen
- Ohrentropfen
Behagen für Magen und Darm
- Mittel gegen Sodbrennen
- natürliches Abführmittel
- Mittel gegen Durchfall
- Mittel gegen Erbrechen
- Elektrolyte
- Reisekaugummis gegen Reiseübelkeit
Kontrazeptiva
Bei Auftreten von Durchfall und Erbrechen, aber auch bei der Therapie mit Antibiotika und Johanniskraut ist die kontrazeptive Wirkung der Pille unsicher. Die Pille sollte auch nicht bei großer Hitze gelagert werden, denn auch hier besteht die Gefahr des Wirkungsverlustes.
Um die Zuverlässigkeit der Empfängnisverhütung zu sichern, sollten Sie die Einnahmezeit exakt umrechnen. Lassen Sie sich dabei vom A-plus Apotheken-Team helfen.
Venenbeschwerden oder Economy-class-Syndrom
Empfehlenswert sind in jedem Fall Venen unterstützende Übungen (kreisende und Auf- und Ab Bewegung der Füße) sowie regelmäßiges Aufstehen im Bus oder Flugzeug. Durch die Bewegung wird das Blut wieder zum Herzen zurückgepumpt. Kompressionsstrümpfe sind zwingend notwendig, wenn Sie bereits unter starken Krampfadern leiden oder Thrombose in der Vergangenheit aufgetreten ist. Ihr Arzt kann Ihnen auch zusätzlich Blut verdünnende Mittel verordnen. Wenn Sie bisher keine Beschwerden haben, sollten Sie zu Ihrem Schutz medizinische Stützstrümpfe tragen. Trinken Sie viel, aber keinen Alkohol.
Jet lag
Bei Flügen von über sechs Stunden Dauer in Richtung Osten oder Westen braucht der Körper bis zu einer Woche, um sich an die neue Zeitzone zu gewöhnen. Einschlafstörungen und Wachwerden mitten in der Nacht, allgemeine Unpässlichkeit, Konzentrationsstörungen, verminderte Reaktionszeit sind die häufigsten Folgen. Beschäftigen Sie sich nach der Landung und gehen erst ins Bett, wenn es am Zielort Abend ist. Nehmen Sie ein Schlafmittel auf pflanzlicher Basis ein.
Und was gibt es sonst noch zu beachten?
- Meiden Sie alle rohen Speisen sowie Leitungswasser und Speiseeis.
- Meiden Sie Zugluft und Klimaanlagen, weil Sie sich sonst sehr schnell erkälten können.
- Benutzen Sie in den entsprechenden Regionen immer ein Sonnenschutzmittel, das man in der Apotheke für Sie ausgesucht hat. Tragen Sie es 30 Minuten vor dem Sonnenbad auf und erneuern Sie den Sonnenschutz nach dem Baden und Abtrocknen, auch wenn das Sonnenschutzmittel wasserfest ist. Die Aufenthaltsdauer in der Sonne verlängert sich aber durch das erneute Auftragen nicht entsprechend.
- Setzen Sie sich und Ihre Kinder nie der prallen Sonne aus, das gilt besonders in der Mittagszeit.
- Denken Sie daran, Ihre Augen vor der Sonnenstrahlung zu schützen.
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