Rheuma

Urlaub ist eine tolle Sache. Sie sollten sich diese tolle Sache und Ihr Leben danach nicht durch gefährliche Infektionskrankheiten verderben lassen und vorher abklären, welche Vorsorgemaßnahmen nötig sind.
Hinweis:
Diesen Text, der von der Apotheken- kooperation A-Plus erstellt wurde, können Sie auch gerne als Broschüre bei uns bekommen.
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Rheuma - nicht nur im Alter
Rheuma ist ein Sammelbegriff für ca. 300 Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparates. Ebenso verschieden wie die Ursachen der rheumatischen Erkrankungen, sind die Krankheitsverläufe und die daraus resultierenden Therapiemöglichkeiten. Betroffene Körperteile können Gelenke, Wirbelkörper, Knorpel, Gelenkinnenhaut, Sehnen, Muskeln und Nerven sein. Die Krankheit kann in jedem Alter auftreten.
Diese kleine Broschüre soll aufklären, hilfreiche Informationen und Tipps vermitteln.
Rheuma hat viele Erscheinungsbilder
Man unterscheidet vier Hauptgruppen:
- Entzündliches Rheuma
Bei allen Formen kommt es zu einer Entzündung der Gelenkinnenhaut mit nachfolgenden Schäden am angrenzenden Knorpel und Knochen.
Hierzu zählen: Chronische Polyarthritis; Psoriasis-Arthritis; Morbus Bechterew - Bindegewebserkrankungen
Bindegewebe ist das Stützgewebe, welches den gesamten Organismus zusammenhält. Krankheitserscheinungen zeigen sich am ganzen Körper.
Hierzu zählen: Sklerodermie; Lupus erythematodes; Rheumatische Polymyalgie - Weichteilrheumatismus
Ursache dieser Erkrankungen können Überlastung oder Verletzung sein.
Hierzu zählen: Sehnenscheidenentzündung; Tennisarm; Schultersteife; - Arthrosen
So werden Verschleißerscheinungen der Gelenke bezeichnet. Die Knorpelschicht eines Gelenks löst sich allmählich auf oder wird abgerieben. Verursacht werden Arthrosen oft durch Übergewicht, schlecht verheilte Knochenbrüche oder Überlastung.
Woran erkenne ich Rheuma?
Bei schmerzhaften Beschwerden des Bewegungsapparates sollten Sie einen Arzt aufsuchen und die Symptome so genau wie möglich schildern. Insbesondere: Gelenkschmerzen, Gelenkschwellungen, Gelenksteifigkeit am Morgen, Sehnen- oder Muskelschmerzen, Häufigkeit/Abstände der Beschwerden
Können alternative Behandlungsmöglichen helfen?
Als alternative Behandlungsmöglichkeiten werden alle Therapieansätze bezeichnet, für die es keine naturwissenschaftlich begründete Dosis-Wirkungsbeziehung gibt. Meist sind es natürliche Heilverfahren, welche die Selbstheilungskräfte des Organismus unterstützen und aktivieren. Sie sind eingebettet in allgemeine Regeln der Lebensführung:
- Hydrothermotherapie mit Wasserheilkunde
Feuchtkalte Wickel, Packungen mit Fango, Moor, Lehm, Quark
Warme Heublumensäcke
Kneippsche Hydrotherapie: Wechselwarme Waschungen und Teilgüsse
Bäder mit Kräuterextrakten: Heublumen, Fichtennadeln - Bewegungstherapie mit Training und Massage sowie Entlastungs- und Entspannungsübungen
Alle nicht entzündeten Gelenke täglich mehrfach durchbewegen. Physiotherapie, - Bindegewebsmassage
- Ernährungstherapie
Vollwertnahrung, Rohkosttage, Fastenkur - Psychotherapie mit Autogenem Training
- Phytotherapie - Anwendung Pflanzlicher Heilmittel
Pflanzliche Arzneimittel mit nachgewiesener Wirksamkeit z.B. aus Brennesselkraut, Weidenrinde, Teufelskralle. Enzyme und Immunmodulazien. Auch Bienengift und Schlangengift haben sich bewährt. - Akupunktur
Diese Methode zur Schmerzbehandlung wird zunehmend sowohl in der traditionellen Form wie auch als Elektroakupunktur angewendet - Homöopathie
Eingesetzt werden u.a. Ledum, Dulcamara und Toxicodendron
Für alle rheumatische Erkrankungen gelten folgende Ratschläge
- Je früher die Erkrankung behandelt wird, desto erfolgreicher ist der Behandlungsverlauf.
- Therapiemaßnahmen wirken am Besten, wenn sie regelmäßig ausgeführt werden z.B. tägliche Bewegungsübungen, Arzneimitteleinnahme zu bestimmten Zeiten.
- Bei außergewöhnlichen Reaktionen auf die Behandlung fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
- Rheumamittel können die Wirkung von anderen Medikamenten beeinflussen. Ihre Apotheke prüft auf Wunsch die Wechselwirkungen aller von Ihnen einzunehmenden Arzneimittel.
- Selbsthilfegruppen vermitteln Information, Rat und Hilfe. Ihre A+Apotheke nennt Ihnen gern entsprechende Gruppen in Ihrer Nähe oder Sie wenden sich an:
Deutsche Rheuma-Liga e.V.
Maximilianstraße 14
53111 Bonn
Info-Tel.: 0228-7667080
Fax: 0228-7660620
E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
Internet: www.rheuma-liga.de
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Da die Erscheinungsbilder des Rheumas vielfältig sind, stehen auch zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, die sinnvoll miteinander kombiniert werden können. Ziel dabei ist es, Schmerzen zu lindern, Entzündungen zu hemmen und die Beweglichkeit zu erhalten. Neben der Behandlung mit Arzneimitteln bilden Krankengymnastik und physikalische Therapie (Wärme; Kälte; Reizstrom; Massage) die Eckpfeiler der Therapie. Wenn es im Verlauf der Krankheit zu Einschränkungen der Bewegungsfunktionen kommen sollte, gibt es viele Hilfsmittel, die den Alltag erleichtern. Ihre A+Apotheke berät Sie.
Ernährungsempfehlung
- Die entzündliche Reaktion bei rheumatischen Erkrankungen lässt sich sehr gut durch Ernährung beeinflussen. Durch eine ausgewogene Vollwertnahrung können Sie Ihre Behandlung unterstützen.
- Ungesättigte Fettsäuren - speziell die Omega-3 Fettsäuren - können die Bildung von Entzündungsstoffen hemmen und dadurch Schmerzen lindern. Diese Fettsäuren sind enthalten in fettem Fisch. Empfehlenswert sind deshalb zwei Fischmahlzeiten pro Woche.
- Fischölpräparate aus der Apotheke können zusätzlich eingenommen werden.
- Vitamin C und E sowie die Spurenelemente Selen, Kupfer, Zink und Eisen können entzündungsfördernde Stoffe inaktivieren. Der notwendige Bedarf wird meist mit der Nahrung nicht gedeckt, lassen Sie sich entsprechend dosierte Präparate in Ihrer A+Apotheke zeigen.
- Ausreichende Calciumzufuhr mit Milchprodukten beugt einem Knochenabbau vor.
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