Schnupfen

Hatschi! Schon wieder hat es uns erwischt, ein richtig dicker Schnupfen. Die Nase ist zu, der Hals tut weh und der Schädel brummt. Was man tun kann, um den nervigen Schnupfen möglichts schnell wieder loszuwerden lesen Sie hier.
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Schnupfen - Mal wieder verschnupft?
Erst kribbelt es unangenehm in der Nase, nur wenig später beginnt sie zu laufen. Und wir ahnen bereits: Der nächste Schnupfen ist im Anmarsch. Dabei versucht unser Körper mit der erhöhten Sekret-Produktion die angreifenden Viren auszuschwemmen, noch ehe sie sich festsetzen können - leider oft vergebens.
Rund drei- bis fünfmal im Jahr erwischen Erkältungsviren uns auf dem falschen Fuß. Eine häufige wie lästige Begleiterscheinung ist der Schnupfen. Einem Sprichwort zufolge dauert er unbehandelt etwa zehn Tage, mit Hilfe von Medikamenten meist genauso lang. Doch ganz so machtlos sind wir nicht. In dieser Broschüre finden Sie eine Vielzahl von Tipps, wie Sie mit geeigneten Medikamenten und Hausmitteln Ihr Abwehrsystem stärken und außerdem die Beschwerden erheblich lindern können. Mit weiteren Fragen wenden Sie sich gern an Ihr A+Apotheken-Team.
Erkältungsviren ausbremsen
Beim Niesen und Husten gelangen Heerscharen von Erregern in die Luft und suchen sich neue Opfer. Dank dieses einfachen Übertragungsweges breiten sich Erkältungswellen meist rasch aus und verschonen kaum jemanden, dessen Abwehrsystem nicht voll auf der Höhe ist. Beherzigen Sie die folgenden Tipps, wird der Kelch sicher häufiger mal an Ihnen vorübergehen:
- Meiden Sie nach Möglichkeit größere Menschenansammlungen, denn hier fliegen besonders viele Viren durch die Luft. Die Ansteckungsgefahr steigt.
- Trinken Sie nicht mit erkälteten Personen aus einem Gefäß.
- Waschen Sie sich die Hände, nachdem Sie eine erkältete Person per Handschlag begrüßt haben.
- Stärken Sie Ihr Immunsystem mit Sport und/oder Spaziergängen an der frischen Luft, mit Saunabesuchen sowie einer vitaminreichen Ernährung.
- Gleichen Sie eine eventuell vorhandene Abwehrschwäche mit pflanzlichen Immunstimulanzien aus.
Extrapower fürs Immunsystem
Wenn die Erkältungssaison vor der Tür steht oder Sie häufiger als drei bis fünfmal im Jahr unter einer (starken) Erkältung leiden, kann es sinnvoll sein, die Abwehrkräfte gezielt zu stärken:
Das wohl bekannteste pflanzliche Immunstimulans ist der rote Sonnenhut (Echinacea purpurea). Seine Extrakte wirken besonders effektiv in Kombination mit anderen Heilpflanzen wie dem Lebensbaum (Thuja occidentalis) und dem Wilden Indigo (Baptisia tinctoria). Ebenfalls sehr zu empfehlen sind Extrakte aus der Taigawurzel (Eleutherococcus senticosus). Sie stimulieren das Immunsystem und bremsen gleichzeitig die Vermehrung von Viren im Körper. Außerdem erhöht Eleutherococcus die Anpassungs- und Widerstandsfähigkeit des Organismus bei Belastungen aller Art. Die Erkrankung verläuft milder, die Genesung erfolgt schneller.
Pflanzliche Immunstimulanzien sollten bei den ersten Anzeichen einer Erkältung, oder in den Erkältungsmonaten kurmäßig zur Prophylaxe eingenommen werden. Doch auch wenn es sich dabei um nebenwirkungsarme, rein pflanzliche Präparate handelt: Das Immunsystem ist überfordert, wenn es dauerhaft auf Hochtouren läuft. Daher sollte keines dieser Produkte länger als acht Wochen ohne Unterbrechung eingenommen werden. Kinder unter zwei Jahren sollten gar keine Immunstimulanzien erhalten, da ihr Abwehrsystem noch nicht voll entwickelt ist.
Eine gesunde, also vitamin- und ballaststoffreiche Ernährung versorgt Sie zwar mit allen notwendigen Nährstoffen. Doch für eine stabile Abwehr bedarf es oft einer Extraportion, zum Beispiel am Mineralstoff Zink. Präparate, in denen das Spurenelement an Aminosäuren gebunden ist (Zinkorotat oder Zink-Histidin), wirken lang anhaltend und sind besonders gut verträglich. Egal ob als Dragee oder Brausetablette. Eine tägliche Zufuhr von 15 mg Zink pro Tag wird empfohlen (Schwangeren und Stillenden sogar 25 mg täglich). Eine Überdosierung ist nicht zu befürchten, da überschüssiges Zink über die Niere ausgeschieden wird. Wichtige natürliche Quellen sind Fleisch, Käse, Eier, Vollkornprodukte und Haferflocken.
Ebenfalls unentbehrlich für eine intakte Abwehr ist das Spurenelement Selen. Über unsere Ernährung decken wir den Bedarf nicht zuverlässig, deshalb können ergänzende Präparate sinnvoll sein. Natürliche Quellen sind Brokkoli, Lauch, Zwiebeln, Knoblauch, Naturreis und Pilze. Nicht zuletzt sollten Sie auf eine ausreichende Versorgung mit Vitamin C (auch als Ascorbinsäure bezeichnet) achten. Das steckt reichlich in Paprika, Kiwi, Johannisbeeren, Zitrusfrüchten und Sanddorn. Für Zeiten erhöhter Infektanfälligkeit stehen in der Apotheke hochdosierte Vitamin C-Präparate zur Verfügung.
Was tun, wenn die Nase läuft?
Haben alle Maßnahmen zur Vorbeugung doch einmal versagt, wollen wir nur zwei Dinge: Die lästige Tropfnase so schnell wie möglich wieder loswerden und, bis dahin, eine Erleichterung der Beschwerden. Das hilft:
- Nicht aus der Behandlung wegzudenken sind Nasentropfen, -sprays oder -gels. Sie lassen die Schleimhäute abschwellen, hemmen den Abfluss des Nasensekrets und sorgen so zumindest vorübergehend für eine freie Nase. Damit es nicht zu unerwünschten Nebenwirkungen kommt, hier ein paar Tipps zum richtigen Umgang mit Nasentropfen und Co:
- Wenden Sie die genannten Medikamente nicht länger als zehn Tage an. Sie trocknen die Schleimhäute stark aus und können diese so nachhaltig schädigen.
- Nasensprays sind geeigneter als Tropfen, da sie sich gleichmäßiger im Nasenraum verteilen.
- Wählen Sie Präparate ohne Konservierungsstoffe. Diese reizen die Schleimhäute zusätzlich.
- Von Tabletten mit Schleimhaut abschwellender Wirkung ist abzuraten, da der gesamte Organismus unnötigerweise mit dem Wirkstoff belastet wird.
- Bei Säuglingen und Kleinkindern sind nur Mittel in geringerer Dosierung anzuwenden.
- Empfehlenswert, weil auf natürlicher Basis, sind die Schnupfencreme von Weleda und salzwasserhaltige Nasensprays. Beide lassen zwar nicht die Schleimhäute abschwellen, wirken aber deren Austrocknung entgegen - und auf feuchten Schleimhäuten können Erkältungsviren schlechter haften. Die Salzlösung (zum Beispiel hergestellt mit Bad Emser Mineralsalz) wird entweder in die Nase gesprüht oder mit einer speziellen Dusche durch die Nase gespült. Beide Mittel sind für Risikogruppen wie Schwangere, Patienten mit Bluthochdruck oder Herzrhythmusstörungen geeignet.
- Zum Inhalieren eignen sich vor allem Öle aus Kamillenblüten, Fichten- und Kiefernnadeln, Kampfer, Pfefferminze und Eukalyptus. Sie sind als Inhalationsstift, als Flüssigkeit und als Erkältungsbalsam in der Apotheke erhältlich.
Zur Anwendung eines Balsams: Wird er auf der Brust verrieben, gelangen die Wirkstoffe teilweise durch die Haut in die unteren Atemwege. Zum Anderen verdampfen Sie auf der warmen Haut und entfalten ihre Wirkung nach dem Einatmen direkt im Bronchialtrakt. Ebenso kann der Balsam in heißem Wasser gelöst und anschließend inhaliert werden - durch einen Inhalator, über einem offenem Gefäß oder in der Badewanne. Für Säuglinge stehen spezielle Inhalationssauger zur Verfügung. Allerdings sollten menthol- und kampferhaltige Salben noch nicht bei Kindern unter zwei Jahren angewendet werden.
- Viele Patienten wünschen bei Erkältungskrankheiten eine sanfte Therapie, etwa mit homöopathischen Mitteln. Hier einige bewährte Präparate und wie man sie einsetzt:
- Camphora (in den Potenzen D3, D4) bei einem beginnenden Schnupfen.
- Nux vomica bei einer verstopften Nase (Potenz D4 oder D6, fünf- bis sechsmal täglich fünf Tropfen).
- Allium cepa bei Fließschnupfen (Potenz D4 oder D6, fünf- bis sechsmal täglich fünf Tropfen).
- Luffa-D3-Nasentropfen bei trockenen und geschwollenen Nasenschleimhäuten, auch infolge der Daueranwendung herkömmlicher Nasentropfen.
- Sambucus nigra (Potenzen D3 oder D6, dreimal täglich drei Globuli) für Säuglinge und Kleinkinder mit erschwerter Nasenatmung.
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