Sonne

Die Sonne ist lebenswichtig und lebensgefährlich zugleich. Aber so lange man weiß, wie man mit ihr umgehen muss, ist alles kein Problem.
Hinweis:
Diesen Text, der von der Apotheken- kooperation A-Plus erstellt wurde, können Sie auch gerne als Broschüre bei uns bekommen.
Nähere Informationen zu A-Plus finden Sie bei uns auf der Seite über A-Plus oder auf den Webseiten von A-Plus http://www.a-plus.info.
Sonne - ohne Sonnenbrand
Die Sonne, die alles Leben auf unserer Erde erst existieren lässt und von der unser Körper und seine Stoffwechselvorgänge abhängig sind, beeinflusst auch unsere Psyche, unsere Seele, kurz unseren Gemütszustand. Hormonelle Reaktionen, in unserem Körper ausgelöst durch die Sonnenstrahlen, regen den Stoffwechsel an.
Wenn die Sonne scheint, geht es uns gut
Damit unsere Seele und die Haut, eines unserer größten Organe, die Sonne ungetrübt genießen können, sollten wir ihr beim Sonnenbaden eine besondere Zuwendung zukommen lassen. Eigenschutzmechanismen wie Lichtschwiele (Verdickung der Hornhaut) und Bräunung (Bildung von Melanin) der Haut sind je nach Hauttyp, Aufenthaltsort und Tageszeit schnell ausgereizt, dann wird es Zeit, den Schatten zu suchen.
Diese kleine Informationsbroschüre gibt ihnen Tipps und Ratschläge zur langfristigen Gesunderhaltung ihrer Haut beim Umgang mit der Sonne.
Sonnenallergie
Formen der Sonnenallergie sind:
- Mallorca Akne - etwa 1% der Bevölkerung leidet darunter
- Polymorphe Lichtdermatose (PLD) - etwa 20% der Bevölkerung sind davon betroffen, also jeder fünfte. In der Mehrzahl trifft es Frauen.
Die PLD ist eine Reaktion der Haut auf die durch UV-A Strahlung der Sonne hervorgerufene Radikalenbildung. Die Hauterscheinungen können dabei von Patient zu Patient sehr unterschiedlich sein. Häufig kommt es zu Rötung, Juckreiz oder Pusteln. Auch Bläschen können sich bilden. Vor allem betroffen sind Dekolletee, Hals, Oberarm und Oberschenkel, nie jedoch die Hautpartien unter der Kleidung. PLD tritt meist nur zu Beginn der Sommersaison auf und verschwindet in der Regel nach ein bis zwei Wochen.
Mit einer Behandlung der PLD-Symptome soll die Haut in den Zustand versetzt werden, die Radikalenbildung in Schach zu halten. Es kommen zur Anwendung:
- Cremes, deren Inhaltsstoffe als Radikalenfänger wirken.
- Einnahme von täglich 40-60 mg Betacarotin, prophylaktisch beginnend 2 Wochen vor Sonnenexposition.
- UV-Hardening - Hautarzt!
- Kortison und/oder Antihistaminika, wenn Hauterscheinungen schon vorhanden sind.
- Sonnenschutzmittel mit UV-A Filter.
Da die Haut bei einer PLD meist eher trocken ist, ist ein Sonnenschutzgel fehl am Platz! Es verschlechtert den Zustand nur. Am besten geeignet sind Sonnenschutz-Produkte in Form einer Lotion oder Creme.
Bei der Mallorca Akne ist die Haut meist fett und feucht. Auch hier löst UV-A Strahlung die Symptome aus, allerdings immer nur im Zusammenspiel mit Fetten oder Emulgatoren. Daher unbedingt beachten:
- Sonnenschutzgel auftragen, aber keine Creme oder Lotion!!
- Produkt mit stabilem UV-A Filter wählen.
- Wichtig: Alle sonstigen Produkte zur Gesichts- und Körperpflege sollten während der intensiven Sonnenbestrahlung ebenfalls fett- und emulgatorfrei sein!
So finden Sie Ihr richtiges Sonnenschutzprodukt
Punkte zur Beachtung:
- Eigenschutzzeit (ESZ) je nach Hauttyp
- Reiseziel
- Geplante Zeit für das Sonnenbad
Hauttypen:
| Typ I: | Blonde bis rötliche Haare, blasse Haut mit Sommersprossen - sehr hohe Sonnen-Empfindlichkeit, Eigenschutzzeit der Haut: max. 10 Minuten! |
| Typ II: | Blonde Haare, blasse Haut - hohe Sonnen-Empfindlichkeit, Eigenschutzzeit der Haut: max. 20 Minuten |
| Typ III: | Dunkelblonde bis braune Haare, leicht getönte Haut, geringe Sonnen-Empfindlichkeit, Eigenschutzzeit der Haut: max. 30 Minuten. |
| Typ IV: | Dunkles Haar, stark getönte Haut - sehr geringe Sonnen-Empfindlichkeit, Eigenschutzzeit der Haut: über 30 Minuten. |
Reiseziel:
Je senkrechter die Sonneneinstrahlung auf die Erde trifft, desto intensiver wird ihre Strahlung. Liegt Ihr Reiseziel sehr nah am Äquator - am Mittelmeer sind Sie schon nah dran - ist die Sonnenstrahlung wesentlich stärker als in Deutschland. Auch im Laufe eines Tages ändert sich ihre Intensität. In den Mittagsstunden strahlt die Sonne am stärksten, daher etwa von 11.00 - 15.00 Uhr die direkte Sonne meiden. Die Südeuropäer machen es uns vor - sie halten Siesta.
Geplante Zeit für das Sonnenbad
Es gilt folgende Formel: Lichtschutzfaktor x Eigenschutzzeit der Haut = maximale Aufenthaltsdauer in der Sonne; danach kommt es zum Sonnenbrand (Erythem)!!
Beispiel: Lichtschutzfaktor Ihres Produkts: 15
Ihr Hauttyp: Typ II (ESZ: max. 20 Minuten)
daraus folgt: 20 x 15 = 300 Minuten ( = 5 Stunden)
Das bedeutet: Sie können mit diesem Produkt ohne Gefahren 5 Stunden in der Sonne liegen!??
So einfach ist die Rechnung allerdings nicht, wie sie zunächst aussieht! Schäden an den Hautzellen setzen schon nach etwa 60% der errechneten Zeit ein - der Sonnenbrandschwelle. In unserem Beispiel (300 Minuten) treten bereits nach 180 Minuten, also nach 3 Stunden, Hautschäden ein. Höchste Zeit, aus der Sonne zu gehen!!
Sonne - Licht zum Leben
Beim richtigen Umgang mit der aggressiven Sonnenstrahlung bewahren wir unsere Haut vor:
- frühzeitiger Hautalterung
- möglichen Formen der Sonnenallergie
- und das Wichtigste: dem Sonnenbrand
- mit nach 20-25 Jahren möglicherweise folgendem Melanom (Hautkrebs)
Für Jeden von uns!
Sowohl die UV-A als auch die UV-B Strahlen des Sonnenlichts regen die Bildung von sogenannten freien Radikalen an. Diese freien Radikale haben eine schädigende Wirkung auf alle Zellen unseres Körpers, besonders auf deren Zellkerne (Entstehung von Hautkrebs), auf die Zellmembranen (Hautrötung, Schmerz) und auf das Bindegewebe (Hautalterung, Krampfadern).
Für jeden von uns wird die Anwendung von Radikalenfängern wie Betacarotin, Vitamin C, Vitamin E und Selen von Nutzen sein.
Wichtige Regeln in Sachen Sonnenschutz
Beim richtigen Umgang mit der aggressiven Sonnenstrahlung bewahren wir unsere Haut vor:
- Nie die maximale Aufenthaltsdauer in der Sonne ausnutzen.
- Schnee, Sand und Wasser sind Spiegel für Sonnenstrahlen.
- Kinder unter 6 Jahren so wenig Sonnenbrände wie möglich. Säuglinge am besten nie in die direkte Sonne!
- Die Mittagssonne meiden, da zu diesem Zeitpunkt die Sonneneinstrahlung am intensivsten ist.
- Mehrmaliges Auftragen eines Sonnenschutz-Mittels verlängert nicht die erlaubte Verweildauer in der Sonne!
- Nach dem Baden das Produkt jedoch erneut auftragen.
- Sonnenbrillen sind nicht nur cool, sondern auch nützlich zum Schutz der Augen.
- Tragen Sie Ihr Sonnenschutzprodukt immer etwa eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad auf!
- Unsere Kleidung bietet einen guten Sonnenschutz. Tragen Sie ruhig einen Sonnenhut.
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