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Vitamine

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Vitamine

Zum Glück leben wir in einer Zeit, in der niemand mehr ernährungsbedingte Vitamin-Mangelerscheinungen haben muss. Trotzdem sollte man wissen, wann welche Vitamine besonders wichtig sind.

Hinweis:
Diesen Text, der von der Apotheken- kooperation A-Plus erstellt wurde, können Sie auch gerne als Broschüre bei uns bekommen.
Nähere Informationen zu A-Plus finden Sie bei uns auf der Seite über A-Plus oder auf den Webseiten von A-Plus http://www.a-plus.info.

Vitamine - für die optimale Versorgung des Organismus

Orthomolekulare Medizin

Rund 50 verschiedene Stoffe benötigt unser Körper für ein reibungsloses Funktionieren all seiner Organe. Dazu gehören die Energielieferanten (Fette, Eiweiße und Kohlenhydrate) und die sogenannten Vitalstoffe (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und essentielle Fettsäuren).

Der Körper kann die Mehrzahl dieser Substanzen nicht selbst herstellen, wir müssen sie daher mit unserer Nahrung aufnehmen. Doch gerade die Versorgung mit Vitalstoffen ist bei vielen von uns nicht zufriedenstellend. Sei es, weil wir uns nicht ausgewogen ernähren, oder weil wir zum Beispiel aufgrund unseres Alters oder einer Krankheit einen erhöhten Bedarf haben.

Genau hier setzt die orthomolekulare Medizin an. Der Begriff hat seinen Ursprung in "orthos" (griechisch für richtig, gut) und "molekular" (lateinisch für kleinste Bausteine). Sie steht für die optimale Versorgung des Organismus mit Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Eiweißen und ungesättigten Fettsäuren - und zwar in jeder Lebenslage.

Ob auch Sie eine Extra-Portion an Vitalstoffen benötigen, dass erfahren Sie in dieser Broschüre. Mit weiteren Fragen, etwa zu geeigneten Produkten, wenden Sie sich gern an das Team aus Ihrer A-Plus-Apotheke.

Grundregeln der orthomolekularen Medizin

Die Ansätze dieses Medizinzweiges basieren auf der Annahme, dass ein Mangel oder ein Ungleichgewicht an lebensnotwendigen Nährstoffen die Entstehung von chronischen Erkrankungen begünstigen und den Alterungsprozess beschleunigen. Das bedeutet im Umkehrschluss: Wollen wir bis ins hohe Alter gesund bleiben, müssen wir auf eine ausreichende Versorgung mit den entsprechenden Vitalstoffen sinnvoll ergänzen.

Wichtig zu wissen: Unser Körper kann nur die wenigsten dieser Stoffe speichern. Eine unzureichende Zufuhr führt somit schnell zu Mangelerscheinungen und in der Folge zu Störungen verschiedener Stoffwechselvorgänge. Die Zufuhr der Nährstoffe sollte daher:

  • regelmäßig erfolgen, denn nur so ist sichergestellt, dass sie stets in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.
  • schon in jungen Jahren erfolgen, um eine vorbeugende Wirkung zu erzielen. Zumal sich Erkrankungen wie die koronare Herzkrankheit oder Krebs schleichend über Jahrzehnte entwickeln können.
  • in einer Kombination von verschiedenen Mikronährstoffen erfolgen, denn diese ergänzen sich untereinander und verstärken sich so in ihrer Wirkung.

Wer braucht eine Extra-Portion Vitalstoffe?

Es ist paradox: Obwohl wir, was unsere Ernährung angeht, im Überfluss leben, herrscht oft Mangel auf unseren Tellern - gemeint ist vor allem ein Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen. Das heißt, wir essen häufig fett- und kalorienreich, setzen aber noch immer zu wenig Obst, Gemüse und hochwertige Kohlenhydrate (aus Vollkornprodukten) auf unseren Speiseplan.
Doch selbst wenn wir uns ausgewogen ernähren, können wir ein Defizit an Vitalstoffen nicht zuverlässig ausschließen. Der Grund: Unter bestimmten Lebensumständen ändern sich unser Bedarf, zum Beispiel

  • in Phasen erhöhter geistiger und körperlicher Anforderungen, etwa im Job
  • durch Nikotin- und/oder Alkoholgenuss
  • in der Schwangerschaft und Stillperiode
  • in den Wechseljahren
  • im Alter
  • bei Krankheit
  • bei der Ausübung von Leistungssport

In all den genannten Fällen ist eine gezielte Zusatzversorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen zu empfehlen.

Darüber hinaus können auch Medikamente zu Vitalstoff-Defiziten führen, denn viele Arzneien behindern deren Aufnahme aus dm Darm ins Blut oder beschleunigen ihre Verstoffwechselung und Ausscheidung über den Urin. Im ungünstigen Fall wird die Grunderkrankung dadurch sogar verschlimmert. Der Einsatz folgender Medikamente macht eine Ersatztherapie im Sinne der orthomolekularen Medizin erforderlich:

  • Diuretika sind Entwässerungsmittel, die bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingesetzt werden. Sie erhöhen die Harnproduktion und führen dadurch zur vermehrten Ausscheidung von Magnesium und Kalium. In der Folge verschlechtert sich die Herzleistung.
  • Abführmittel beschleunigen den Transport des Speisebreis durch den Darm und tragen hierdurch dazu bei, dass Vitalstoffe nicht ausreichend ins Blut aufgenommen, sondern ungenutzt ausgeschieden werden.
  • Orlistat ist ein Medikament, das die Reduktion des Körpergewichts unterstützt. Seine Wirkung beruht darauf, dass die Aufnehme des Fetts aus dem Darm in die Blutbahn gehemmt wird. Das gleiche Schicksal teilen in diesem Fall die fettlöslichen Vitalstoffe.
  • Lipidsenker führen nicht nur zur Hemmung der Cholesterinsynthese, sie beeinträchtigen auch die Produktion des körpereigenen Coenzyms Q10. Hierdurch kann möglicherweise die Funktion des Herzens beeinträchtigt werden.
  • Die Anti-Baby-Pille führt zu umfassenden Veränderungen im Vitamin B-Haushalt. Für Frauen, die nach dem Absetzen der Pille rasch schwanger werden, kann ein Folsäure-Mangel gefährlich werden. Er kann zu Missbildungen des Kindes führen.
  • Bei der Behandlung mit Antibiotika werden auch körpereigene Bakterien der Darmflora zerstört. Diese Bakterien wiederum sind für einen konstanten Vitamin K-Spiegel verantwortlich.
  • bei der Ausübung von Leistungssport

Was ist die optimale Dosierung?

Einer der wichtigsten Grundsätze in der orthomolekularen Medizin lautet Optimaldosierung statt Mindestdosierung.
Das bedeutet: sogenannte Antioxidantien (dazu gehören die Vitamine A, C und E sowie Selen), die wasserlöslichen B-Vitamine, aber auch Mineralstoffe und Spurenelemente, sollten hoch dosiert werden, damit sie ihre volle Schutzwirkung entfalten können.
Herkömmliche Multivitamin-Präparate, auch wenn sie noch zusätzlich Mineralien, sind daher aus Sicht der orthomolekularen Therapie wertlos. Eine vorbeugende oder gar therapeutische Wirkung ist aufgrund der zu niedrigen Dosierung der Subtanz nicht zu erwaten. Sie können bestenfalls Mangelerscheinungen verhindern.

Nachfolgend sind die allgemeinen Dosierempfehlungen für Mikronährstoffe zur Vorbeugung klassischer Zivilisationskrankheiten sowie zur Erhaltung der Gesundheit und Vitalität aufgeführt.

Mikronährstoffe

tägliche Zufuhrempfehlung

Fettlösliche
Vitamine

Vitamin A
Betacarotin
Vitamin D
Vitamin E
Vitamin K

Wasserlösliche
Vitamine

Vitamin C
Vitamin B1 (Thiamin)
Vitamin B2 (Riboflavin)
Vitamin B3 (Niacin)
Vitamin B5 (Panthotensäure)
Vitamin B6 (Pyridoxin)
Vitamin B12 (Cyanocobalamin)
Folsäure
Biotin
Cholin
Inositol
Mineralstoffe
Calcium
Magnesium
Kalium
Spurenelemente
Chrom
Jod
Eisen
Kupfer
Mangan
Molybdän
Selen
Zink

w-Fettsäuren
Coenzym Q10
Bioflavonoide (Quercetin, Rutin)



2000-5000 I.E.
5-20 mg
100-400 I.E.
30-150 µg




200-1000 mg
10-50 mg
10-50 mg
20-200 mg
10-100 mg
10-50 mg
10-50 µg
400-800 mg
100-300 µg
10-100 mg
10-100 mg

500-1200 mg
250-500 mg
100-500 mg

50-200 µg
100-200 µg
10-30 mg
1-3 mg
2-10 mg
75-200 µg
70-100 µg
10-15 mg

1-1,5 g
30-60 mg
100-500 mg


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