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Wechseljahre

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Wechseljahre

Wechseljahresbeschwerden sind teilweise sehr unangenehm: Man fühlt sich schlapp, hat möglicherweise Schmerzen und kann dazu auch nicht mehr gut schlafen. Doch es gibt Abhilfe.

Hinweis:
Diesen Text, der von der Apotheken- kooperation A-Plus erstellt wurde, können Sie auch gerne als Broschüre bei uns bekommen.
Nähere Informationen zu A-Plus finden Sie bei uns auf der Seite über A-Plus oder auf den Webseiten von A-Plus http://www.a-plus.info.

Wechseljahre - ein natürlicher Prozess

Die Wechseljahre sind keine Krankheit! Sie sind ein natürlicher Prozess. Die Tatsache, dass die Wechseljahre aber auch verschiedene körperliche und seelische Beschwerden auslösen können, soll aber hier nicht verschwiegen werden. Es gibt jedoch verschiedene Möglichkeiten, die Lebensqualität zu verbessern. Gegen viele Befindlichkeitsstörungen ist ein Kraut gewachsen. Lassen Sie sich in Ihrer A-plus Apotheke beraten.

Zum Begriff Wechseljahre

beschreibt den Zeitraum im Leben einer Frau, in dem ihr Körper seine Fähigkeit zur Fortpflanzung Schritt für Schritt verliert. Für diese Veränderung sind unter anderem die Östrogene verantwortlich, die als wichtige weibliche Hormone in höherem Lebensalter weniger produziert werden. Das sich einstellende Ungleichgewicht zwischen den verschiedenen weiblichen Hormonen wird für die zunehmend unregelmäßige Menstruation verantwortlich gemacht. Die Abstände zwischen den Zyklen können ebenso variieren wie die Stärke und Dauer der Blutungen. Zu diesen Unregelmäßigkeiten kann es schon zwischen dem 42. und 45. Lebensjahr kommen. Es besteht aber nach wie vor die Möglichkeit, schwanger zu werden!

Wechseljahresbeschwerden

Typisch für diese Beschwerden ist, dass sie nur zeitweilig auftreten.

Hitzewallungen

  • Hitzewallungen gehören zu den typische Symptomen der Wechseljahre. Sie beginnen mit einem plötzlichen intensiven Hitzegefühl im Gesicht; das sich wellenartig über den ganzen Körper ausbreitet. Die Körpertemperatur steigt, die Haut rötet sich, der Blutdruck steigt. Dem Schweißausbruch folgt ein Gefühl der Kälte und des Fröstelns. Dieser Vorgang kann unterschiedlich lang dauern und entsprechend unterschiedlich oft auftreten.

    So können Sie sich helfen:
  • Vermeiden Sie möglichst Zigaretten, Süßigkeiten, Alkohol, schwarzen Tee, Kaffee sowie heiße und scharfe Speisen.
  • Vermeiden Sie Stress.
  • Saunabesuche und mehrmals wöchentlich Sport macht Sie weniger anfällig für Hitzewallungen.
  • Tragen Sie Kleidung aus Naturfasern (Seide oder Baumwolle) nach dem Zwiebelprinzip. Diese Fasern lassen die Haut besser atmen und sie nehmen mehr Feuchtigkeit auf.
  • Halten Sie während einer Hitzewallung beide Hände unter fließend kaltes Wasser, am günstigsten auf der Höhe des Pulsschlages.

Schlafstörungen

Schlafstörungen können viele Ursachen haben. Sie müssen ernst genommen werden, da sie zu einer Beeinträchtigung der körperlichen Leistungsfähigkeit führen können. Das seelische Gleichgewicht wird auch ins Wanken geraten. Der Organismus wird anfälliger für Krankheiten aller Art.

So können Sie sich helfen:

  • Die letzte Mahlzeit sollten Sie spätestens zwei Stunden vor dem Schlafengehen einnehmen.
  • Unmittelbar vor dem Schlafengehen können Sie ein Glas warme Milch mit Honig trinken, das Schlaf fördernd wirkt.
  • Entspannen Sie sich mit Musik oder Lesen.
  • Bewährt haben sich auch Schlafbäder oder Schlaf- und Beruhigungstees.
  • Erlernen Sie Entspannungstechniken wie Yoga oder Autogenes Training. Es fällt Ihnen leichter, schnell einzuschlafen.

Seelische Beeinträchtigungen

Seelische Beeinträchtigungen stehen in engem Zusammenhang mit der eigenen Lebensgeschichte. Fühlen Sie sich öfter gereizt, nervös, lustlos, depressiv verstimmt, überflüssig? Dies muss nicht Folge eines veränderten Hormonspiegels sein. Sicherlich hat sich ihre Lebenssituation in den letzten Monaten verändert. Die Kinder brauchen nicht mehr Ihre volle Aufmerksamkeit.

Das können Sie tun:

  • Hören Sie in sich hinein und suchen Sie nach realistischen Möglichkeiten, aus dieser Situation herauszukommen.
  • Planen Sie - sollten Sie voll berufstätig sein - weniger Tagesaktivitäten. Damit verringert sich der Erwartungsdruck an sich selbst.
  • Gönnen Sie sich etwas Gutes (Blumen, Parfüm, Buch).
  • Gehen Sie mit Ihrem Mann oder Freunden ins Restaurant, Theater oder Kino.
  • Unternehmen Sie Spaziergänge oder Wanderungen in der Gruppe.
  • Ehrenamtliche Helfer werden überall gesucht. Stellen Sie sich dieser Herausforderung, die Mut und Tatkraft fordert.

Brustbeschwerden

Eine Folge der hormonellen Veränderungen können Schmerzen, Schwellungen und Spannungsgefühle in der Brust sein. Auch knotenartige Verhärtungen können auftreten.

Das sollten Sie tun:

  • Zu Ihrer Sicherheit sollten Sie mit diesen Beschwerden den Frauenarzt aufsuchen und die genaue Ursache abklären lassen.

Beschwerden beim Sex

In den Wechseljahren und danach kann die Schleimhaut der Scheide so dünn und trocken werden, dass sie beim Verkehr stark schmerzt oder blutet.

Das kann Ihnen helfen:

  • Es gibt äußerlich aufzutragende Gleitcremes, die die Trockenheit der Scheide ausgleichen können. Bei starken Beschwerden kann Ihnen Ihr Arzt östrogenhaltige Vaginalcreme verordnen.

Harnwegs- und Scheideninfektionen

Wenn die Östrogenproduktion zurückgefahren wird, ist oftmals auch die Harnröhre unmittelbar betroffen. Das Gewebe verliert nicht nur an Feuchtigkeit, sondern es kommt auch zu einer Verschiebung des sauren Milieus ins Basische. Nützliche Bakterien, die krankmachende Organismen abwehren können, verschwinden mehr und mehr. Zunehmende Infektionen sind die Folge.

Das sollten Sie tun:

  • Trinken Sie mindestens zwei Liter am Tag, damit Ihre Blase kräftig gespült wird.
  • Tragen Sie keine zu engen Kleidungsstücke.
  • Tragen Sie nach Möglichkeit kochfeste Wäsche.
  • Vermeiden Sie Unterkühlung.
  • Wechseln Sie nach dem Baden Ihren nassen Badeanzug gegen einen trockenen aus.
  • Benutzen Sie milde Intim-Waschlotionen.

Probleme mit den Haaren und der Haut

Das Haar wird plötzlich dünn und stumpf, die Achsel- und Schambehaarung nimmt ab. Die Haut beginnt Fältchen zu bilden, sie erscheint schlaffer. Ein Feuchtigkeitsmangel wird deutlich sichtbar.

Das können Sie tun:

  • In unserem Heilpflanzenschatz steht uns kein geeignetes Mittel zur Verfügung, das Haarausfall entgegenwirken kann. Sprechen Sie deshalb mit Ihrem Arzt bei besonders drastischen Problemen. Er kann Ihnen ein chemisches Medikament verordnen.
  • Gönnen Sie sich gute feuchtigkeitsspendende Hautpflegemittel. Trinken Sie viel. Achten sie auf einen maßvollen Umgang mit der Sonne. Sie trägt zur vorzeitigen Hautalterung entschieden bei.

Östrogengaben in den Wechseljahren

Der Östrogenmangel führt zu einer Vielzahl von Befindlichkeitsstörungen. Da liegt es auf der Hand, die Östrogene dem Körper von außen zuzuführen. Die Beschwerden wären aus dem Weg geräumt. Eine Hormonbehandlung kann aber auch mit gesundheitlichen Risiken behaftet sein, die zum Teil noch nicht restlos geklärt sind. Darüber sollten Sie ausführlich mit Ihrem Frauenarzt sprechen.

Gibt es hormonfreie Alternativen?

Die Traubensilberkerze ist die Pflanze gegen Wechseljahresbeschwerden. Der Wurzelstock dieser Pflanze wird in Tabletten oder Lösungen verarbeitet, die rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind. Lassen Sie sich vor der Einnahme von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten oder lesen Sie zu Risiken und Nebenwirkungen aufmerksam die Packungsbeilage.


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